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Überwachung der Lagertemperatur von Impfstoffen: Bewährte Verfahren

Sicherung der Impfstoff-Kühlkette bei 2–8 °C (und extrem niedrigen Temperaturen)

Anleitung·3 Minuten Lesezeit·Aktualisiert am 8. Juni 2026

Impfstoffe gehören zu den temperaturempfindlichsten Produkten in jeder Kühlkette. Die meisten Routineimpfstoffe müssen bei Temperaturen zwischen 2 °C und 8 °C gelagert werden; einige moderne Impfstoffe erfordern extrem niedrige Temperaturen von bis zu −80 °C. Da Frost- und Hitzeschäden oft nicht sichtbar sind – ein gefrorener Impfstoff kann genauso aussehen wie ein einwandfreier –, ist eine kontinuierliche Überwachung die einzige zuverlässige Methode, um sicherzustellen, dass die Kühlkette eingehalten wurde.

Dieser Leitfaden fasst bewährte Verfahren für die Überwachung der Impfstofflagerung in Apotheken, Kliniken, Krankenhäusern und im Vertrieb zusammen, wo bereits der Ausfall eines einzigen Kühlschranks zu Verlusten in Höhe von Tausenden von Euro führen und ein Impfprogramm beeinträchtigen kann.

Beachten Sie die Temperaturbereiche – und das Frostrisiko

Der Standard-Kühlbereich für die meisten Impfstoffe liegt bei 2–8 °C. Ein kritisches und oft übersehenes Risiko ist das Einfrieren: Viele Impfstoffe werden bei Temperaturen unter 0 °C irreversibel beschädigt, daher muss die Überwachung sowohl den oberen als auch den unteren Grenzwert erfassen. Ein Kühlschrank, dessen Temperatur über Nacht abfällt, kann gefrierempfindliche Impfstoffe unbemerkt ruinieren, ohne jemals einen Alarm wegen zu hoher Temperatur auszulösen.

Impfstoffe, die bei extrem niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen – darunter auch einige mRNA-Produkte –, erfordern eine Lagerung bei −80 °C mit PT-1000-Fühlern, die für diesen Temperaturbereich ausgelegt sind, und durchlaufen möglicherweise ein Zeitfenster für das Auftauen und die Verwendung, das ebenfalls überwacht werden muss.

Verwenden Sie einen geeigneten Impfstoffkühlschrank, der am Aufbewahrungsort überwacht wird

Empfohlen wird ein speziell für Impfstoffe entwickelter Kühlschrank (kein Haushaltskühlschrank, dessen Temperaturschwankungen zu stark sind), wobei der Sensor an der vom Hersteller empfohlenen Messstelle im Inneren des Geräts angebracht wird – zur Erfassung der Umgebungstemperatur des Produkts und nicht der Luft in der Nähe der Tür oder am Display des Kühlschranks, wo die Messwerte von den tatsächlichen Bedingungen am Aufbewahrungsort der Impfstoffe abweichen können.

Kontinuierliche Überwachung und Benachrichtigung in Echtzeit

Bringen Sie einen kalibrierten Sensor an der empfohlenen Stelle im Inneren jedes Geräts an und führen Sie eine kontinuierliche Aufzeichnung durch. Richten Sie Warnmeldungen bei Erreichen der oberen und unteren Grenzwerte des Produkts mit kurzen Verzögerungszeiten ein und nutzen Sie die Eskalationsfunktion, damit ein Wertüberschreitung außerhalb der Geschäftszeiten dennoch einen Bereitschaftsmitarbeiter erreicht, anstatt bis zum nächsten Morgen zu warten.

Warnmeldungen bei Türöffnung und Stromausfall erkennen die beiden häufigsten Ursachen für Temperaturabweichungen frühzeitig, oft noch bevor die Temperatur selbst den zulässigen Bereich verlässt.

Halten Sie einen Ausflugsplan bereit

Wenn ein Alarm ausgelöst wird, benötigen die Mitarbeiter ein klares, im Voraus vereinbartes Verfahren: Die betroffene Charge ist unter Quarantäne zu stellen; sie darf nicht verwendet oder voreilig entsorgt werden; das vollständige Zeit-Temperatur-Profil ist zu dokumentieren; und vor einer Entscheidung sind die Stabilitätshinweise des Herstellers oder das Abweichungsprotokoll Ihres nationalen Impfprogramms zu konsultieren. Für viele Impfstoffe sind kurze Temperaturabweichungen dokumentiert – doch nur die Daten des Herstellers können Aufschluss darüber geben, ob ein bestimmter Vorfall in diesen Rahmen fällt.

Ein Überwachungssystem, das das vollständige Profil und die Alarmhistorie erfasst, ermöglicht eine fundierte und schnelle Entscheidung, anstatt das Personal im Ungewissen zu lassen.

Führen Sie prüfungssichere Aufzeichnungen

Nationale Impfprogramme und Arzneimittelbehörden erwarten dokumentierte Nachweise für die Unversehrtheit der Kühlkette. Automatisierte, mit Zeitstempeln versehene Aufzeichnungen mit Abweichungsprotokollen und Bestätigungsnachweisen ersetzen fehleranfällige manuelle Protokolle und stehen jederzeit für Inspektionen bereit – zudem entlasten sie das klinische Personal von den zweimal täglich durchzuführenden manuellen Temperaturkontrollen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die meisten Impfstoffe müssen bei 2–8 °C gelagert werden; achten Sie besonders auf die untere Grenze – Gefrieren führt zu irreversiblen, nicht sichtbaren Schäden.
  • Impfstoffe, die bei extrem niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen, erfordern eine Lagerung bei −80 °C mit geeigneten PT-1000-Fühlern.
  • Verwenden Sie einen speziell für Impfstoffe entwickelten Kühlschrank und bringen Sie den Sensor direkt am Lagerort an, nicht in der Nähe der Tür.
  • Durch die kontinuierliche Protokollierung sowie Warnmeldungen bei Tür- und Stromausfällen werden die häufigsten Ursachen für Abweichungen frühzeitig erkannt; es erfolgt eine Alarmierung sowohl bei Überschreitung der Ober- als auch der Untergrenze.
  • Verfügen Sie über ein dokumentiertes Verfahren für Ausnahmen; entsorgen oder verwenden Sie Lagerbestände niemals auf der Grundlage von Vermutungen – prüfen Sie die Haltbarkeitsangaben des Herstellers.

Häufig gestellte Fragen

Weitere Anleitungen

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